Die hochgefährlichen, abgebrannten FRM II-Brennelemente werden immer noch hochangereichertes Uran enthalten und sind damit atombombenfähig. Da Ministerpräsident Stoiber den FRM II-Atommüll in Bayern nicht haben will, soll er nach Ahaus verbracht werden. Die BÜRGER GEGEN ATOMREAKTOR GARCHING e. V. und die Ahauser Bürgerinitiative arbeiten zusammen gegen den FRM II.

Dies ist das Zwischenlager in Ahaus (Foto vom März 2003)



Januar 2005

Hintergrund:

Der Pfarrer ist offen für die Kritik am Atommülldepot Ahaus BZA.
Michael Ziegler ist Pressesprecher des BZA Ahaus.
Soll hier ein kritischer Pfarrer vertrieben werden?

19. Januar 2005, Münstersche Zeitung, Ausgabe Ahaus:

Konflikt um Laienpredigt

Ahaus - Geht es vorrangig um Glaubensfragen oder um kirchliche Ordnungspolitik?

"Geht es um Gewissenskonflikte in liturgischen Dingen oder um eine Retourkutsche wegen der atomkritischen Haltung eines Geistlichen?" Die Ansichten sind geteilt. Tatsache aber ist: In der Pfarrgemeinde St. Mariä Himmelfahrt herrschen große Unruhe und Ratlosigkeit.

Christine Büter und Angelika Harpering-Kemper vom Vorstand des Pfarrgemeinderates jedenfalls fürchten, dass am Ende eines Konfliktes, der in seiner Heftigkeit überraschend über die Gemeinde gekommen ist, Pfarrer Jürgen Quante den Bischof um Versetzung bitten könnte.

"Wir stehen voll hinter Pfarrer Jürgen Quante. Er ist ein großes Geschenk für die Pfarrgemeinde. Uns ist vor allem wichtig, dass er bleibt", so fassen Christine Büter und Angelika Harpering-Kemper die Stimmung im Pfarrgemeinderat und in der Gemeinde zusammen. Und sie betonen: "Auch Pfarrer Quante fühlt sich hier wohl und möchte bleiben."

Warum aber wird über einen möglichen Weggang Pfarrer Quantes spekuliert"

In der Januarsitzung des Pfarrgemeinderates kam es zum Eklat, als bekannt wurde, dass sich Michael Ziegler, Mitglied des Pfarrgemeinderates, an den Bischof gewandt und um eine Überprüfung der liturgischen Praxis in der Mariengemeinde gebeten hatte.

Dabei ging es unter anderem um die in St. Marien seit Jahrzehnten mit dem Votum des Pfarrgemeinderates geübte Praxis, auch Pastoralreferentinnen und -referenten " also Laien " nach dem Evangelium predigen zu lassen.

Nach dem Hinweis habe, so berichten Christine Büter und Angelika Harpering-Kemper, der Bischof den Pfarrer dringlich gebeten, die päpstlichen Instruktionen zu befolgen und keine Laienpredigten mehr zuzulassen.

Von der Einschaltung des Bischofs, so Büter und Harpering-Kemper, sei der Pfarrgemeinderat völlig überrascht und schockiert worden.

Pfarrer Quante habe dem Pfarrgemeinderat mitgeteilt, dass er die bisherige Regelung weiterhin mittrage. Sollte der Bischof " was zu erwarten ist " auf der Einhaltung der päpstlichen Instruktion bestehen, so werde Quante um eine Versetzung bitten.

"Der Pfarrgemeinderat steht hinter der bisherigen Predigtpraxis", erklären Christine Büter und Angelika Harpering-Kemper.

Sollte es aber hart auf hart gehen, so wollen sie Pfarrer Quante bitten, einzulenken, "damit wir ihn in Ahaus behalten". - gro


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