31.10.1957

 

1981



Erster Atomreaktor in der BRD, der Forschungsreaktor in Garching, genannt Atomei wird kritisch.

Erste Studien für einen neuen Reaktor

1985

Wissenschaftsrat äußert sich positiv zu dem neuen Projekt

26.4.1986

GAU von Tschernobyl

1986

TU-München erstellt Konzept für neuen Forschungsreaktor, was nicht öffentlich wurde.

Okt 1986

SPD  beschließt auf Landes-Parteitag bis 1995 alle Reaktoren still zu legen, weil Kerntechnik nicht beherrschbar ist

1987

TUM reicht den Bauantrag ein

Herbst 1989

Gründung der GRÜNEN in Garching

27.09.90

„Atomei bekommt einen Bruder" (1. Presse zum FRM)

Nov.1990

GRÜNEN. Veranstaltung zu neuem Reaktor (250 Besucher)

1990

GRÜNE im Landtag stellen Anfrage zu Notwendigkeit, Kosten, Sicherheit, Entsorgung

1990

Streit mit den Vorsitzenden des Bund Naturschutz ( Orts-und Kreisgruppe)

März 1991

FRM II soll 365 Mio. DM kosten - Siemens bietet den Bau an

 

Garchinger SPD spricht sich im Gegensatz zur Landes-SPD für den Reaktor aus

18.09.1991

Gründungsversammmlung Bürgerinitiative

6.11.1991

Strafanzeige gegen TUM u.Aufsichts- und Genehmigungsbehörde wegen jahrelanger radioaktiver Verseuchung des Bodens mit Plutonium, Americium, Cäsium und Tritium 4000 Bq/kg(Verursacher: Reaktor, Radiochemie und Zyklotron

 

Podiumsdiskussion der GRÜNEN zu Thema

5.Juni 1992

Gründungsversammlung Verein

1993

Raumordnungsverfahren wird eingeleitet und trotz Widerstand im Oktober abgeschlosssen.

März 1993

1. Kuckucksei ( Info Blatt)

Mai 1993

Für Außerordentliche Bürgerversammlung 400 Unterschriften gesammelt

Juli 1993

Außerordentliche Bürgerversammlung

Okt. 1993

Unterschriftensammlung von Prominenten

Dez 1993

50.000 Unterschriften gegen den Reaktor werden dem Bayr.Umweltministerium übergeben.

Mai 1994

Erörterungstermin zu dem atomrechtlichen Verfahren in München in der Rudi Sedlmayer Halle. Thema sind die Gefahren einer Kernschmelze verursacht auch durch unvorhergesehen Ereignisse wie Flugzeugabsturz, Terroristen usw., Austritt von radioaktiven Stoffen im laufenden Betrieb und die Verwendung von HEU (High enriched Uranium)

Hoch angereichertes Uran (ca 95 %) ist nicht für Leistungsreaktoren ca 5 %) aber für Bomben oder Forschungsreaktoren geeignet. Das internationale „Abreicherungs"Programm" für Forschungsreaktoren wird damit unterlaufen. Reduced Enrichment for Research and Test Reactors Program (RERTR 1977)

Es werden pro Jahr 5x (8 Kg HEU pro Brennelement) in Garching gebraucht.

Die USA verweigern die Lieferung von HEU.  Es wird bekannt, dass sich die Betreiber mit Russland wegen der Lieferung in Verbindung gesetzt hat.

Anhörung endet im Eklat. Einwender verlassen den Raum wegen undemokratischer Abwicklung.


 

Bürgermeister Karl wird Beiratsmitglied der FRM II - Planer

Okt. 1994

Otto Schily spricht sich bei SPD-Veranstaltung gegen den Reaktor aus.

1994

Viele Aktionen gegen den Reaktor

1994

Siemens erhält den Auftrag für den Bau

Jan. 1995

Stadtrat erteilt Einvernehmen zum Bau bei 3 Gegenstimmen des CSU und der GRÜNEN

Juli 1995

30.000 Unterschriften gegen den Reaktor werden im Rahmen der UVP übergeben

Nov. 1995

Infoveranstaltung der GRÜNEN im Landtag

Nov. 195

Protestmarsch zum Atomei mit 500 Teilnehmern

März 1986

GRÜNE erhalten bei Kommunalwahl 3 Stadträte (14 %),

April 1986

 

 

 

Bürgerbegehren

Febr. 1996

Unterschriftensammlung für 2 Bürgerbegehren

Juni 1996

Stadt bestätigt ordnungsgemäße Sammlung der Unterschriften

Juli 1996

Stadtrat lehnt mehrheitlich Bürgerentscheid ab

Aug. 1996

Klage dagegen vor dem Verwaltungsgericht durch Ingrid Wundrak, Astrid Leis und Helga Vleugels

15.Okt.1997

Verwaltungsgericht entscheidet, dass die Bürgerbegehren zulässig sind.

Febr. 1998

Stadt Garching geht in Berufung

Juni 1998

Berufung wird zugelassen

14.10.1998

Der Verwaltungsgerichtshof (2. Instanz) lässt die Bürgerbegehren zu (mit Einschränkungen, wegen der inzwischen erteilten Teilbaugenehmigungen).

Dez. 1998

Stadtrat muss wegen des Gerichtsbeschlusses die Bürgerentscheide (nach 3 Jahren Streit) zuzulassen .

März 1999

Bürgerentscheid 2 angenommen mit 51,23 % es wird gefeiert. Beteiligung 42,43 %. Das hat aber nur noch symbolischen Wert, weil der genehmigte Reaktor steht.

 

 

Mai 1996

Großdemo am Odeonsplatz „10 Jahre Tschernobyl" Rede I. Wundrak für BI

1996

Erteilung der 1. Teilerrichtungsgenehmigung

27.1.1997

„Grabsteinlegung" anlässlich der Grundsteinlegung

März 1997

3 Reaktorkritische Stadträte werden im CSU-Verein abgewählt

1998

Übergabe Petition an Bayer. Landtag

07.10.1998

Strahlenunfall mit radioaktivem Kobalt 57 im Zyklotron wird erst verschwiegen, im Febr. 1998 aber doch bekannt

1998

Koalitionsvereinbarung Rot/Grün übr Verwendung von HEU

1999

Klage gegen 2. TEG abgewiesen

A

Atomei geht außer Betrieb

2003

Erteilung der 3. TEG

Juni 2004

Protestaktion wegen Inbetriebnahme des FRM II. Die Kosten beliefen sich auf 435 Mio €.

2004

Im neuen Reaktor wird kurz nach Inbetriebnahme Rostbelag an der Beckeninnenwand festgestellt. Die Öffentlichkeit erfährt davon nichts.

2005

Die Dokumentation „Das Kuckucksei" mit über 400 Seiten von Armin Simon erscheint(ISBN 3-9808950-3-3)

Nov. 2007

Demo vor dem Reaktor aus Anlass von 50 Jahren Atomforschung in Garching

11.3.2011

GAU von Fukoshima

2011

Die Korrosion im Reaktorbecken, die bereits seit 2004 festgestellt wurde, wird öffentlich bekannt und von den Betreibern als harmlos beurteilt.

Dez. 2012

Es wird bekannt, dass der Jahres-Grenzwert für radioaktiven Kohlenstoff 14 am Reaktor fast erreicht wurde. Er wurde daher im Nov. 2012 vorläufig abgeschaltet. Als Ursache wurden Reinigungsharze im Schwerwasserkreislauf genannt. Künftig soll die Reinigung angeblich anders erfolgen.

Erst bis 2010, dann bis 2016

dann bis 2018

Die Vereinbarung den Reaktorkern auf mindestens MEU (Mittel angereichertes Uran) abzurüsten, wurde auch nach zweimaliger Zeitverlängerung nicht eingehalten.

April 2014

Stilllegung des alten"Atomeis" beschlossen

 

 

 

 


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