Das Atomei ist der älteste Atomreaktor in Deutschland. Mittels Kernspaltung werden in diesem Reaktor nicht Energie, sondern Neutronen für Forschungszwecke erzeugt. Neutronen ließen sich jedoch auch ohne Atomreaktortechnik herstellen (Spallationsquelle). Die Verantwortlichen der Atomreaktorstation in Garching bei München weisen in ihrer "Öffentlichkeitsarbeit" ständig auf einen bisher über 40-jährigen störungsfreien Betrieb des Atomeis hin.

Dies entspricht nicht den Tatsachen:

Systematisch erfasst werden meldepflichtige Ereignisse in deutschen Forschungsreaktoren erst seit Juli 1991. Demnach gab es im Atomei von 1992 bis Herbst 1997 insgesamt 17 Zwischenfälle. Im April 1997 ereignete sich einer der schwersten Störungen: ein Loch im Primärkühlkreislauf.

Für die Zeit seit Inbetriebnahme im Jahr 1957 bis 1991 sind 5 Störungen öffentlich geworden. Ob es insbesondere in dieser nicht-meldepflichtigen Zeit zu zahlreichen weiteren Störungen oder sogar Störfällen kam, ist nicht bekannt.


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