Leserbrief zum Rost im Reaktor und der Reaktion der Verantwortlichen

Leserbrief zu dem Artikel vom 7.7. 2011 „Rost im FRM II ist ungefährlich"

Ach was?! Bin ich beeindruckt - wer hätte das gedacht - die Rostpartikel mit bloßem Auge sichtbar, „haben keinen Einfluß auf die Integrität und Dichtigkeit des Reaktorbeckens" Hat das irgendwer aus Kritikerkreisen jemals behauptet? Ein Dementi um von realen Mängeln abzulenken? Das Bayer. Ministerium für Umwelt und Gesundheit hat Arm in Arm (Wer hat´s anders erwartet?) mit der TU München (Bay. Wissenschaftsminist.) und dem TÜV- Süd, (in enger Abhängigkeit von E.ON und anderen AKW Betreibern) festgestellt - alles paletti -wir machen nix. Da is nix, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Rost im Becken, wie das Bundesamt für Materialprüfung feststellte? - Äh? „Rost ist kein Rost - ist Verfärbung, die nix macht".

Wie jetzt wieder in Japan zu besichtigen - sobald es um Zweifel an der Sicherheit von Atomanlagen und die Zuverlässigkeit der Betreiber geht, rücken die Herren aller Regierungen, Konzerne und Aufsichtsbehörden ganz eng zusammen und halten die Bürger zum Narren.

Wir kritisieren diese „Rostlaube" FRM 2 (Atomforschungsreaktor in Garching) weiterhin aufs Schärfste. Denn erstens, dürfen in einem hochgefährlichen „Gerät" niemals Materialien eingebaut werden, die schon kurz nach Inbetriebnahme des Atomreaktors Rost aufweisen. Und Zweitens, können Rostpartikel z.B. bei der Schnellabschaltung oder in Pumpen und anderen Armaturen gefährliche Störfälle auslösen!

Ju-hu, keiner braucht sich Sorgen machen - die Herren haben wie immer alles im Griff und lachen über uns „dumme" Bürger. Hoffentlich bleibt Ihnen und uns nicht mal das Lachen im Hals stecken. Ich hab' den Verdacht, dass „Rost" im Oberstübchen manchem „Atomgscheidhaferl" den Verantwortungspfad verstopft und die Sichtachsen verbogen hat.

Bürger gegen Atomreaktor Garching e.V

Ingrid Wundrak - Vorstand

 

 

 

 

 


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