Die Genehmigung des Forschungsreaktors war in einer Vereinbarung mit der Auflage versehen worden, dass bis 2010 die Umrüstung auf 50 % Uran-235 erfolgt, obwohl erst 25%iges Uran als nicht mehr waffenfähig anzusehen ist. Der Antwort zu einer Anfrage des MdL L. Wörner vom Bayer. Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst vom 17.2.2011 ist zu entnehmen, dass dieser Termin verlängert wurde und 2016 überprüft werden soll, ob bis 2018 die Umrüstung machbar sei.

Zitat:"Sollte die Umrüstung zu diesem Zeitpunkt nicht möglich erscheinen, verständigen sich die Parteien auf eine neue Terminsetzung". "Finanzielle Sanktionen oder ein Widerruf der Betriebsgenehmigung sind in de Anpassungsvereinbarung vom 22.10.2010 nicht vorgesehen."

Das heißt - es ist nicht damit zu rechnen, dass der Atomforschungsreaktor in absehbarer Zeit auf weniger angereichertes Uran umgestellt wird. Da die Forscher kein Interesse an einer Umstellung, wegen des dann geringeren Neutronenflusses haben, wird man Ihnen auch nicht nachweisen können, dass sie die Suche nach einem geeigneten Brennstoff bei dieser Sachlage gar nicht mit Nachdruck betreiben.

Die internationalen Bemühungen gegen die Proliferation (Verbreitung von waffenfähigem Uran) werden damit in Deutschland weiterhin nicht ernst genommen.

 

 


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